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5 Wege schnell eine Geschäftsidee zu prüfen

Autorin: Marei Hinnenkamp

Ihr habt eine Geschäftsidee von der ihr zu 100 % überzeugt seid? Ihr seid euch aber nicht sicher, ob die Geschäftsidee auch bei anderen und vorallem auf dem Markt gut ankommt? Gibt es  so etwas ähnliches womöglich schon? Wir zeigen euch fünf Wege wie Ihr eure Geschäftsidee schnell prüfen könnt.

1. Teilt eure Ideen mit anderen

Sprecht mit anderen über eure Geschäftsidee. So bekommt ihr schonmal einen kleinen Überblick darüber, was jemand anderes als ihr selbst, von der Idee hält. Vielleicht kennen sie bereits ein ähnliches Produkt, das ihr in eurer Marktanalyse berücksichtigen solltet. Unterhaltet euch auch mit Menschen, die eurer Geschäftsidee kritisch gegenüberstehen. Auf diese Weise könnt ihr unter anderem möglicherweise auftretende Probleme aufspüren.

2. Marktanalyse – Gibt es bereits ähnliche Produkte?

Eine Marktanalyse liefert euch Informationen über Branchen, Kunden, Wettbewerber und weitere Größen eines Marktes. Zudem könnt Ihr das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung bestimmen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse könnt Ihr fundiertere Entscheidungen über mögliche Marketingstrategien treffen.

Die Marktanalyse umfasst fünf verschiedene Dimensionen, anhand der Ihr die relevanten Informationen sammeln und analysieren könnt:

1. Beschreibung des Zielmarktes

Der untersuchte Markt wird definiert und von benachbarten Märkten deutlich abgegrenzt. So wird der Bezugsrahmen der Marktanalyse abgesteckt. In der Regel beschreibt Ihr euren Markt anhand bestimmter Kriterien, wie etwa Produkteigenschaften oder bestehender Definitionen. Anschließend teilt Ihr den Zielmarkt hinsichtlich der potenziellen Zielgruppe in verschiedene Segmente mit mindestens einer gleichen Eigenschaft ein, um eine segmentspezifische Analysen durchführen zu können. Diese Eigenschaften sind beispielsweise regionaler Natur (Landkreise, Bundesländer).

2. Wettbewerbsanalyse

Im Zuge der Wettbewerbsanalyse beleuchtet Ihr die Chancen eures Start-ups auf dem Zielmarkt. Dazu identifiziert Ihr unter anderem die relevante Konkurrenz und wählt die sogenannten „Key Player“ aus. So erhaltet Ihr ein genaueres Bild der direkten Konkurrenz eures Jungunternehmens und könnt daraus die eigene Marktpositionierung ableiten.

3. Analyse der Kundenbranche

Dieser Teil der Marktanalyse dient der Ermittlung relevanter Kundenbranchen. In der Regel sind das die Branchen mit dem höchsten Anteil am Zielmarktvolumen. Das heißt: Relevant für euch sind die Branchen, die den höchsten Absatz beziehungsweise den höchsten Umsatz auf eurem definierten Zielmarkt vorweisen. Anschließend analysiert ihr die Struktur und Attraktivität der Kundenbranchen unter Absatzgesichtspunkten. So identifiziert ihr die Zielgruppen innerhalb der Branchen sowie die Kundenanforderungen und das Kundenverhalten. Die Ergebnisse liefern euch wichtigen Input, um geeignete Markteintrittsstrategien für euer Start-up zu entwickeln.

4. Potenzialanalyse des Zielmarkts

Um sich einen Überblick über zukünftige Entwicklungen des Zielmarkts zu verschaffen, führt ihr im Rahmen der Marktanalyse eine Potenzialanalyse durch. Dabei sammelt ihr Informationen zu potenziellen Wettbewerbern, Markteintrittsbarrieren, Erfolgsfaktoren sowie aktueller Entwicklungen und Trends.

3. Business Model Canvas

Was ist das Business Model Canvas? Das Business Model Canvas (kurz: BMC) ist das Mittel der Wahl, um das Geschäftsmodell und eine Startup Idee zu visualisieren und zu testen, ob diese auch unternehmerisch sinnvoll ist. Viele Experten sind mittlerweile der Meinung, das Business Model Canvas kann den veralteten Business Plan vollständig ersetzen. Entwickelt von Alexander Osterwalder und veröffentlicht in seinem Buch „Business Model Generation“, hat das Business Model Canvas bereits mehr als 5.000.000 Nutzer erreicht. Es gilt als Handbuch für Visionäre und Impulsgeber, die veraltete Geschäftsmodelle auf den Kopf stellen und Innovation vorantreiben wollen.

Jede Idee braucht ein funktionierendes Geschäftsmodell, wenn ihr euch langfristig halten und möglichst viele Menschen erreichen möchtet. Es ist leichter, eine schlechte Idee mit einem guten Geschäftsmodell zu verwirklichen, als die beste Idee ohne. Das Business Model Canvas hilft dabei, alle wesentlichen Elemente eines erfolgreichen Geschäftsmodells in ein skalierbares System zu bringen. Als Startup, in dem das Geschäftsmodell in der Regel noch nicht vollkommen klar ist, kann man schnell verschiedene Varianten miteinander vergleichen. Auch bestehende Geschäftsmodelle in innovativen Unternehmen lassen sich mit dem Canvas schnell weiter entwickeln, um Ideen zu bekommen, wie das Unternehmen in 2, 5 oder 10 Jahren operieren könnte.

  • Customer Segments – Wer sind eure Zielgruppen?
  • Value Propositons – Welchen Nutzen haben eure Kunden, wenn sie mit euch zusammenarbeiten?
  • Channels – Wie erfahren eure Kunden von eurem Angebot und wie bekommen sie es?
  • Customer Relationship – Wie gewinnt, haltet und upgradet ihr eure Kunden?
  • Revenue Streams – Woher kommt in diesem Geschäftmodell das Geld?
  • Key Resources – Welche physischen, menschlichen und finanziellen Ressourcen sind unverzichtbar?
  • Key Activities – Was sind die wichtigsten Tätigkeiten, um dieses Geschäftsmodell am Laufen zu halten?
  • Key Partnerships – Wer sind eure wichtigsten Partner?
  • Cost Structure – Was sind eure wichtigsten Ausgaben, ohne die das Geschäftsmodell nicht laufen würde?

4. Starte eine Crowdfunding-Kampagne

Der Name Crowdfunding legt nahe, dass es hierbei eigentlich um die Finanzierung eures Projekts geht. In der Praxis ist dies jedoch gar nicht der spannende Teil.

Ein Großteil der Crowdfunding-Projekte verfehlt nämlich bei weitem die angestrebte Summe. Das kann an zwei Gründen liegen: Entweder ist die Geschäftsidee einfach nicht gut und es interessieren sich zu wenig Leute für eure Lösung. Oder euer Marketing war nicht ausreichend oder schlecht umgesetzt.

Der letzte Punkt ist der Haken am Crowdfunding: Um überhaupt Geld einzunehmen und auf eure Idee aufmerksam zu machen, braucht ihr eine geschickte Marketing-Kampagne. Wenn ihr über ein bisschen Marketing-Geschick verfügt, könnt ihr Crowdfunding daher nutzen, um eure Idee zu testen. Im Idealfall bekommt ihr eure Investition durch die Kampagne wieder herein und habt nicht nur das Startkapital, sondern auch die ersten Kunden gesammelt.

Crowdfunding bedeutet übrigens nicht, ausschließlich interessierte Käufer zu gewinnen: Auch viele kleine Beträge können sich summieren. Die Spender bekommen als Dank dann lediglich eine Kleinigkeit, wie eine Social-Media-Erwähnung, eine Postkarte oder einen Werbeartikel – je nach Betrag und Thema.

5. MVP – Minimum Vaible Product

MVP steht für Minimum Viable Product, was auf deutsch so viel bedeutet wie „ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften“. Der grundlegende Gedanke bei der Erstellung eines MVP ist es, ein Produkt möglichst schnell mit nur den nötigsten Funktionen zu erstellen – z.B. eine Landingpage. Diese wird dann umgehend veröffentlicht, um zunächst Feedback von (potenziellen) Kunden einzuholen. Dieses Feedback wird im Folgenden genutzt, um das MVP zu erweitern und zu verbessern.

Jede weiterführende Funktion sollte beim MVP außen vorgelassen werden. Nur die Funktionen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen, werden eingebaut. Somit wird eine Menge Zeit, Arbeit und Geld gespart.

Diese fünf Wege helfen euch garantiert eure Geschäftsidee schnell zu prüfen.  Let´s go und viel Erfolg bei euren Geschäftsideen!